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Wie Ascorbinsäure auf das Gesicht auftragen, um Hautirritationen zu vermeiden?

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Vitamin C, oder Ascorbinsäure, ist nicht nur ein „Erkältungsvitamin“, sondern ein starkes, unverzichtbares Antioxidans für die Gesundheit und Schönheit der Haut. Seine Rolle in der Gesichtspflege ist vielschichtig: Es ist entscheidend für die Kollagensynthese, die die Elastizität und Widerstandsfähigkeit des Bindegewebes unterstützt. Aus diesem Grund ist es einer der beliebtesten und effektivsten Wirkstoffe in der Kosmetik.

Wie genau wirkt Ascorbinsäure?

  1. Antioxidativer Schutz: Ascorbinsäure neutralisiert freie Radikale. Diese instabilen Moleküle entstehen durch äußere Einflüsse (Umweltverschmutzung, UV-Strahlung, Stress) und Stoffwechselprozesse und schädigen Zellen sowie verursachen vorzeitige Alterung. Vitamin C „löscht“ diese Radikale.
  2. Kollagenstimulation: Es fungiert als Kofaktor und beteiligt sich am Kollagensyntheseprozess. Durch die Unterstützung der Produktion dieses Proteins hilft es, Falten, Pigmentflecken und Elastizitätsverlust zu bekämpfen.
  3. Verbesserung von Ton und Pigmentierung: Regelmäßige Anwendung hilft, den Hautton auszugleichen und Pigmentflecken (Post-Akne, Melasma) aufzuhellen, wodurch die Gesichtsfarbe gleichmäßiger und strahlender wird.

Wichtige Nuancen, die Sie wissen müssen:

  • Stabilität: Ascorbinsäure ist sehr instabil. Sie oxidiert leicht (verfärbt sich) und verliert dadurch ihre nützlichen Eigenschaften. Es ist daher wichtig, Produkte zu wählen, die ihre Aktivität maximal erhalten.
  • Konzentration: Die Wirksamkeit hängt von der Konzentration ab. In Kosmetika findet man Konzentrationen von 5 % bis 20 % und mehr. Je höher die Konzentration, desto schneller und deutlicher ist der Effekt, aber auch desto höher ist das Reizungsrisiko.
  • Formen: Es gibt verschiedene Formen von Vitamin C (L-Ascorbinsäure, 3-O-Ethyl Ascorbic Acid usw.). Industrielle Formen sind oft stabiler und werden von der Haut besser aufgenommen als reine, rohe Säure.

Das Verständnis dieser Mechanismen ermöglicht einen sicheren und korrekten Einsatz von Ascorbinsäure, um den maximalen Nutzen ohne Reizungsrisiko zu erzielen.

Schritt 1: Vorbereitung für die sichere Anwendung (Wissen und Prüfung)

Der Übergang von der Theorie zur Praxis erfordert äußerste Vorsicht: Die hohe Wirksamkeit von reinem Vitamin C geht Hand in Hand mit seiner aktiven Wirkung. Um das gesamte jugendliche Potenzial von Ascorbinsäure freizusetzen und gleichzeitig chemische Verbrennungen, Schuppung oder starke Reizungen zu vermeiden, muss eine Vorbereitungsphase durchlaufen werden. Die Sicherheit der Heimpflege basiert auf zwei Säulen: der präzisen Auswahl der Wirkstoffform für Ihren Hauttyp und der objektiven Beurteilung ihres aktuellen Zustands. Bevor Sie eine pharmazeutische Ampulle öffnen oder ein konzentriertes Serum auftragen, ist es wichtig zu klären, ob Ihre Haut für diese Belastung bereit ist und welche Konzentration Nutzen bringt und keinen Schaden anrichtet.

1.1. Wie wählt man die richtige Form und Konzentration von Vitamin C

Die Wahl der richtigen Form und Konzentration ist die halbe Miete und die Garantie, dass Sie keine Reizung auslösen. Ascorbinsäure ist nicht ein einzelner Bestandteil, sondern eine ganze Gruppe von Derivaten, und jedes wirkt anders. Bevor Sie ein Serum oder eine Ampulle kaufen, untersuchen Sie die Zusammensetzung.

1. Form der Ascorbinsäure (Stabilität und Penetration):

  • L-Ascorbinsäure (L-Ascorbic Acid): Dies ist die reinste und am besten untersuchte Form, aber sie ist extrem instabil. Sie oxidiert schnell beim Kontakt mit Luft und Licht, was ihre Wirksamkeit mindert und Reizungen auslösen kann. Daher wird sie oft in Ampullen für professionelle Behandlungen verwendet, erfordert aber bei der Heimnutzung Vorsicht.
  • Derivate (Derivatives): Dies sind stabilere Formen, die besser für die tägliche Heimpflege geeignet sind. Dazu gehören beispielsweise 3-O-Ethyl Ascorbic Acid, Ascorbyl Glucoside oder Ascorbyl Tetraisopalmitate. Sie behalten die antioxidativen Eigenschaften bei, dringen aber sanfter und langsamer in die Haut ein und minimieren so das Reizungsrisiko.

2. Konzentration (Wirksamkeit und Risiko):

Die Konzentration muss zu Ihrem Hauttyp und dem Pflegeziel passen.

  • Für empfindliche und reaktive Haut: Beginnen Sie mit niedrigen Konzentrationen (bis zu 5 %). Dies ermöglicht es Ihrer Haut, sich an den Wirkstoff zu gewöhnen, ohne das Risiko einer chemischen Verbrennung einzugehen.
  • Für normale und Mischhaut: Der optimale Bereich liegt bei 8–15 %. Dies ist ausreichend für einen sichtbaren antioxidativen Effekt und den Kampf gegen Pigmentierung.
  • Für problematisches, reifes Haut (mit Pigmentierung): Höhere Konzentrationen (15–20 %) können verwendet werden, aber nur nach Rücksprache mit einem Fachmann und unbedingt im Abendritual, um das Risiko der Photosensitivität zu minimieren.

Tipp: Wenn Sie feststellen, dass das Vitamin-C-Serum verfärbt ist (insbesondere zu orange- oder bräunlichem Farbton), ist dies ein Zeichen für Oxidation. In diesem Fall hat es einen Großteil seiner nützlichen Eigenschaften verloren und kann nutzlos sein.

1.2. Hautzustandsdiagnose: Kontraindikationen und Anwendungsstufen

Bevor Sie das erste Vitamin-C-Produkt auftragen, müssen Sie den Zustand der Hautbarriere beurteilen.

Absolute Kontraindikationen:

  • Rosazea-Schübe und ausgeprägter Couperose (die saure Umgebung von L-Ascorbinsäure löst einen Blutanstieg und Gefäßerweiterung aus).
  • Gestörter Lipidbarriere (Dermatitis, Ekzeme, aktive Schuppung).
  • Offene Wunden, Mikrorisse und frische Hautschäden.

Obligatorischer Sensibilitätstest (Patch Test):
Tragen Sie einen Tropfen des Produkts in die innere Hautfalte des Ellenbogens oder hinter das Ohr auf. Warten Sie 24 Stunden. Wenn starke Brennen, Juckreiz oder anhaltende Rötung auftreten – passt diese Konzentration oder Form nicht zu Ihnen.

Stufen der sicheren Einführung:

  1. Adaption: Tragen Sie das Produkt 1–2 Mal pro Woche auf (vorzugsweise abends) und beobachten Sie die Reaktion der Haut.
  2. Stabilisierung: Bei Abwesenheit von Trockenheit und Rötungen erhöhen Sie die Häufigkeit nach zwei Wochen auf 3–4 Mal pro Woche.
  3. Voller Kurs: Wechseln Sie zur täglichen Anwendung (morgens oder abends) erst nach vollständiger Adaption des Epithels.

Schritt 2: Auftragstechnik – Von pharmazeutischen Ampullen zur Heimpflege

Der Übergang von der Theorie zur Praxis erfordert ein klares Verständnis des Unterschieds zwischen den Produktformen von Vitamin C. Die Anwendung von reinem L-Ascorbinsäure aus pharmazeutischen Ampullen unterscheidet sich grundlegend von der Verwendung fertiger Kosmetikprodukte.

Während eine pharmazeutische Lösung eine chirurgische Präzision, eine strenge pH-Kontrolle und eine sofortige Anwendung aufgrund der sofortigen Oxidation erfordert, sind moderne stabilisierte Seren in der Heimpflege vorhersehbarer. Lassen Sie uns die technischen Nuancen der Arbeit mit jedem dieser Formate durchgehen, um maximalen Nutzen ohne Reizungsrisiko zu erzielen.

2.1. Schrittweise Anwendung von Ampullen: Verwendung von reiner Ascorbinsäure

Die Verwendung von pharmazeutischer Ascorbinsäure in Ampullen ist eine zugängliche, aber extrem vorsichtige Methode, um der Haut Glanz zurückzugeben. Reine L-Ascorbinsäure in Ampullen hat einen sehr niedrigen pH-Wert (etwa 2,0), daher wird ihr Auftragen in reiner Form auf das Gesicht kategorisch nicht empfohlen: Dies kann starke Reizungen, Schuppung oder sogar chemische Verbrennungen auslösen.

Schrittweises Protokoll für die sichere Anwendung:

  1. Verdünnung. Verwenden Sie niemals den reinen Konzentrat. Verdünnen Sie den Inhalt der Ampulle mit destilliertem Wasser oder einem basischen Hyalurontoner in einem Verhältnis von 1:1 (für normale Haut) oder 1:2 (für empfindliche Haut).
  2. Reinigung. Waschen Sie das Gesicht mit einem milden Produkt und trocknen Sie die Haut vollständig ab. Die Anwendung auf feuchte Haut verstärkt die Penetration der Säure und erhöht das Reizungsrisiko.
  3. Auftragen. Verteilen Sie die Lösung schnell auf der Gesichtshaut und vermeiden Sie die Augen- und Lippenpartie. Denken Sie daran, dass sich die offene Ampulle schnell an der Luft oxidiert, daher muss das Präparat sofort verwendet und nicht gelagert werden.
  4. Einwirkzeit. Die Ascorbinsäure muss nicht abgewaschen werden. Warten Sie 15–20 Minuten, damit der Wirkstoff einwirken kann.
  5. Abschluss. Beenden Sie die Pflege mit einer basischen Feuchtigkeitscreme ohne konfliktbehaftete Inhaltsstoffe.

2.2. Verwendung stabilisierter Seren: Optimale Konzentration und Anwendung

Wenn reine Ascorbinsäure in Ampullen höchste Präzision bei der Verdünnung erfordert, ist ein fertiges Vitamin-C-Serum eine stabile und sichere Wahl für die Hauspflege. Bei der Auswahl des Produkts spielen die Form des Aktivstoffs und sein prozentualer Gehalt eine Schlüsselrolle:

  • L-Ascorbinsäure (L-Ascorbic Acid): Die wirksame Vitamin-C-Konzentration zur Bekämpfung von Pigmentflecken und Alterserscheinungen liegt bei 10–20%. Eine Überschreitung dieses Schwellenwerts verstärkt die Wirkung nicht, führt aber garantiert zu Reizungen und Schuppung.
  • Stabile Derivate (3-O-Ethyl Ascorbic Acid, Ascorbyl Glucoside): Eine ausgezeichnete Wahl bei empfindlicher Haut. Sie sind auch bei niedrigen Konzentrationen (ab 1–2%) wirksam und erfordern keinen aggressiven sauren pH-Wert.

Anwendungstechnik:

  1. Tragen Sie das Serum auf gereinigte und vollständig trockene Haut auf. Feuchte Haut erhöht die Leitfähigkeit der Säuren und kann chemische Verbrennungen auslösen.
  2. Verwenden Sie nur 3–4 Tropfen des Produkts. Verteilen Sie es mit leichten, klopfenden Bewegungen der Finger.
  3. Warten Sie 10–15 Minuten, damit sich der Wirkstoff vollständig einziehen kann, bevor Sie mit dem nächsten Pflegeabschnitt fortfahren.

Schritt 3: Integration in die tägliche Pflege (Morgen, Tag, Nacht)

Die richtige Einbindung von Ascorbinsäure in die tägliche Beauty-Routine ist der Schlüssel zur maximalen Entfaltung ihres Potenzials ohne Risiko für die Hautbarriere. Die Tageszeit bestimmt nicht nur die unterstützenden Inhaltsstoffe, die die Wirkung von Vitamin C verstärken, sondern auch seine Hauptaufgabe in diesem Moment: Schutz vor äußeren Einflüssen oder tiefgehende Regeneration.

Die Aufteilung der Pflege in Morgen- und Abendzyklen ermöglicht eine sinnvolle Verteilung der Wirkstoffe. Dies verhindert unerwünschte chemische Konflikte auf der Haut und hilft, eine Synergie zwischen Antioxidantien, Sonnenschutzfiltern und regenerierenden Komponenten für einen ebenmäßigen Teint und gesundes Leuchten aufzubauen.

3.1. Morgenritual: Kombination von Vitamin C mit SPF und Antioxidantien

Die Verwendung von Vitamin C in der Morgenpflege ist ein starker Schutzschild gegen Photoaging. Während des Tages wird unsere Haut von freien Radikalen angegriffen, die durch UV-Strahlung und Smog verursacht werden. Ascorbinsäure neutralisiert diesen Stress, verhindert das Auftreten von Pigmentflecken und den Kollagenabbau.

Für maximale Wirkung kombinieren Sie Vitamin C mit anderen Antioxidantien:

  • Vitamin E (Tocopherol) – verstärkt die Wirkung von Vitamin C um das 4-fache.
  • Ferulasäure – stabilisiert L-Ascorbinsäure und verdoppelt die photoprotektiven Eigenschaften der Mischung.

Schema der Morgenanwendung:

  1. Reinigung: Verwenden Sie einen milden Schaum. Die Haut muss vor der Anwendung des Aktivstoffs vollständig trocken sein.
  2. Vitamin C auftragen: Tragen Sie 3–4 Tropfen des Serums auf. Lassen Sie dem Produkt 5 Minuten Zeit zum Einziehen.
  3. Schutz (SPF): Schließen Sie die Pflege unbedingt mit einem Sonnenschutzmittel mit SPF 30 oder 50 ab. Vitamin C ersetzt SPF nicht, aber sie wirken synergistisch: Das Serum neutralisiert freie Radikale, während die Creme die UV-Strahlen blockiert.

3.2. Abendritual: Hautvorbereitung und Kombination mit Retinoiden

Der Abend ist die ideale Zeit für die tiefgehende Regeneration der Haut, aber die Kombination von Ascorbinsäure mit Retinoiden erfordert höchste Präzision. Beide Wirkstoffe sind extrem potent und arbeiten bei unterschiedlichen pH-Werten, daher führt eine chaotische gleichzeitige Anwendung garantiert zu Reizungen, Schuppung oder sogar chemischen Verbrennungen.

Schema der sicheren Abendpflege:

  • Tiefenreinigung: Entfernen Sie Rückstände von SPF und Make-up gründlich mit einem Reinigungsöl, und waschen Sie anschließend mit einem milden Schaum ab. Tupfen Sie das Gesicht vor der Anwendung der Wirkstoffe mit einem Papierhandtuch trocken – die Haut muss absolut trocken sein.
  • Abwechselnde Tage (beste Wahl): Verwenden Sie Ascorbinsäure und Retinol an verschiedenen Abenden (z. B. im Wechsel). Dies ermöglicht die maximale Nutzung beider Komponenten ohne Risiko für die Hautbarriere.
  • Zeitlicher Abstand (für angepasste Haut): Wenn Sie sie an einem Abend verwenden, tragen Sie zuerst das Produkt mit L-Ascorbinsäure auf. Warten Sie 20–30 Minuten, bis sich der natürliche pH-Wert der Haut wiederhergestellt hat, und tragen Sie erst danach das Retinoid auf.

Schritt 4: Wie man Reizungen und chemische Verbrennungen vermeidet (Sicherheit)

Nachdem wir den Schritt der Kombination von Vitamin C mit anderen starken Wirkstoffen erreicht haben, sind wir beim kritischsten Aspekt angelangt: der Sicherheit. Die hohe Konzentration und die starke antioxidative Wirkung von Ascorbinsäure erfordern einen verantwortungsvollen Umgang. Eine unsachgemäße Anwendung kann nicht nur zu vorübergehenden Reizungen, sondern auch zu echten chemischen Verbrennungen führen. Es ist daher unerlässlich, die Dosierung zu kontrollieren und zu verstehen, mit welchen Komponenten Vitamin C um die Aufmerksamkeit der Haut „kämpfen“ kann. In diesem Abschnitt erläutern wir klare Regeln, die Ihnen helfen, Ascorbinsäure maximal effektiv, aber absolut sicher zu verwenden.

4.1. Konzentrationskontrolle: Überdosierung und Hautreaktion

Bei der Verwendung von reinem Vitamin C (L-Ascorbinsäure) gilt die Regel: Mehr ist nicht besser. Die optimale Arbeitskonzentration für eine ausgeprägte Wirkung liegt zwischen 10% und 20%. Eine Überschreitung des 20%-Schwellenwerts verstärkt weder die Kollagensynthese noch die Pigmenthellung, führt aber garantiert zu Schädigung der Hautbarriere und mikroskopischen chemischen Verbrennungen.

Wie man eine Überdosierungsreaktion erkennt:

  • Normal: Leichtes Kribbeln oder Wärmegefühl in den ersten 1–2 Minuten nach dem Auftragen.
  • Pathologisch (Überdosierung): Anhaltende Rötung, Juckreiz, Schuppung, Auftreten kleiner Hautausschläge oder ausgeprägtes Brennen.

Wenn Sie auf eine negative Reaktion stoßen, spülen Sie das Produkt sofort mit kaltem Wasser ab. Machen Sie eine Pause von 3–5 Tagen und regenerieren Sie die Haut aktiv mit Cremes, die Ceramide und Panthenol enthalten. Bei Wiederaufnahme der Pflege reduzieren Sie die Konzentration des Aktivstoffs (z. B. auf 5–10%) oder wechseln Sie zu milderen stabilen Formen wie Ascorbyl Glucoside oder Sodium Ascorbyl Phosphate.

4.2. Kombinationsregeln: Verträglichkeit mit Säuren, Retinol und anderen Wirkstoffen

Die Kombination von Ascorbinsäure mit anderen starken Komponenten erfordert ein striktes Zeitmanagement in der Pflege. Falsche Paare können die Wirkung des jeweils anderen neutralisieren oder starke Reizungen auslösen.

  • Retinol: Tragen Sie keine reine L-Ascorbinsäure gleichzeitig mit Retinoiden auf. Retinol ist bei neutralem pH-Wert stabil, während die saure Form von Vitamin C einen niedrigen pH-Wert erfordert. Optimale Lösung: Vitamin C morgens (unter SPF), Retinol abends.
  • AHA/BHA-Säuren: Die gleichzeitige Anwendung von Peeling-Säuren und saurer Vitamin C überlastet die Hautbarriere, was zu Schuppung und Juckreiz führt. Wechseln Sie diese ab oder verwenden Sie die Säuren abends und die Ascorbinsäure morgens.
  • Niacinamid: Die Kombination mit reiner Ascorbinsäure in einer Anwendung kann aufgrund der Bildung von Nicotinsäure zu Hautrötungen führen. Trennen Sie sie: Niacinamid abends, Vitamin C morgens.

Für eine sichere Pflege halten Sie immer eine Pause von 15–20 Minuten zwischen der Anwendung widersprüchlicher Produkte ein oder teilen Sie sie in Morgen- und Abendrituale auf.

Schritt 5: Vertiefte Hilfe und Tipps (Zusätzliche Wirksamkeit)

Selbst bei perfekter Einhaltung der Hauspflegerituale kommt der Moment, in dem man das Maximum aus dem Potenzial von Vitamin C herausholen oder tiefgreifende ästhetische Probleme lösen möchte, die mit normalen Seren nicht in den Griff zu bekommen sind. Damit Ascorbinsäure zu hundert Prozent wirkt, ist es wichtig, die Grenze zwischen Selbstbehandlung und professioneller Kosmetik zu verstehen und die Stabilität der verwendeten Produkte streng zu kontrollieren.

In diesem letzten Teil beleuchten wir, wann Hausampullen der injizierbaren Mesotherapie in der Praxis weichen müssen und wie man den launischen Wirkstoff richtig lagert, damit er nicht von einem starken Antioxidans zu einer Quelle der Hautirritation wird.

5.1. Wann professionelle Hilfe nötig ist: Ampullen vs. Mesotherapie

Die häusliche Anwendung von Apothekenampullen und die kosmetische Mesotherapie lösen unterschiedliche Probleme. Wenn Sie reine Ascorbinsäure aus einer Ampulle auf die Haut auftragen, wirken Sie hauptsächlich auf das Epidermis. Dies ist eine ausgezeichnete Methode, um dem Hautbild Glanz zurückzugeben und oberflächliche Pigmentflecken aufzuhellen, aber die Penetrationstiefe des Wirkstoffs ist durch die Hautbarriere begrenzt, und das Risiko einer Reizung bei hoher Konzentration bleibt hoch.

Die Mesotherapie ist ein professioneller Schritt, wenn die Hauspflege nicht ausreicht. Der Kosmetiker injiziert stabilisiertes Vitamin C direkt in die Dermis mittels Mikroinjektionen.

Wann Sie einen Fachmann aufsuchen sollten:

  • Tiefe Hyperpigmentierung und ausgeprägtes Photoaging: Injektionen bringen den Wirkstoff dorthin, wo ein Serum nicht hinkommt.
  • Erhöhte Empfindlichkeit: Wenn die häusliche L-Ascorbinsäure anhaltende Reizungen und Schuppung verursacht.
  • Notwendigkeit einer umfassenden Verjüngung: In Mesokomplexen wird Vitamin C mit Hyaluronsäure und Peptiden für einen sofortigen Lifting-Effekt kombiniert.

5.2. Wie man die Wirksamkeit aufrechterhält: Lagerung, Haltbarkeit und Reaktion

Ascorbinsäure ist eine extrem instabile Komponente. Der größte Feind der L-Ascorbinsäure ist die Oxidation durch Luft, Wärme und UV-Licht.

Regeln zur Lagerung und Wirksamkeitskontrolle:

  • Farbe des Produkts: Ein frisches Serum sollte klar sein. Wenn das Produkt verfärbt ist und gelb, orange oder braun geworden ist, ist die Ascorbinsäure oxidiert. Es darf nicht auf dem Gesicht verwendet werden: Es verliert seine antioxidativen Eigenschaften und kann die Bildung freier Radikale fördern.
  • Bedingungen: Lagern Sie das Fläschchen an einem kühlen, dunklen Ort (optimalerweise im Kühlschrank) und verschließen Sie den Deckel immer fest.
  • Haltbarkeit: Eine geöffnete Apothekenampulle muss sofort verwendet werden. Es ist sinnlos, eine offene Lösung länger als 12 Stunden aufzubewahren – der Wirkstoff baut sich schnell ab.

Hautreaktion:
Ein leichtes Kribbeln oder ein Wärmegefühl in den ersten Minuten nach der Anwendung ist eine normale Reaktion auf den sauren pH-Wert. Bei starkem Brennen, Juckreiz oder anhalteter Rötung das Mittel jedoch sofort mit Wasser abspülen und die Haut mit einer milden Creme beruhigen.

Schlüsselregeln für eine effektive und sichere Anwendung von Vitamin C

Um den maximalen Nutzen aus Vitamin C zu ziehen und Reizungen, Schuppung oder chemische Verbrennungen garantiert zu vermeiden, halten Sie sich an diese fünf goldenen Regeln:

  1. Immer einen Patch-Test durchführen. Tragen Sie einen Tropfen des Produkts für 24 Stunden an der Innenseite des Ellenbeuges oder hinter dem Ohr auf, um eine individuelle Unverträglichkeit auszuschließen.
  2. Nur auf trockener Haut auftragen. Feuchte Haut wirkt wie ein Leiter und erhöht die Penetrationstiefe der L-Ascorbinsäure drastisch, was oft starke Reizungen auslöst.
  3. SPF verwenden. Vitamin C wirkt hervorragend in Synergie mit Sonnenschutzfiltern, da es freie Radikale neutralisiert. Eine morgendliche Creme mit SPF 30 oder 50 ist obligatorisch.
  4. Wirkstoffe trennen. Mischen Sie reine Ascorbinsäure nicht mit Retinol, Niacinamid oder AHA/BHA-Säuren in einer Anwendung. Verteilen Sie sie zeitlich (z. B. Vitamin C morgens, Retinol abends).
  5. Auf die Farbe achten. Wenn das Serum oder die Lösung aus der Ampulle gelb oder braun geworden ist, ist das Mittel oxidiert und kann der Haut schaden. Es darf nicht mehr verwendet werden.